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Rezension: Ein Licht in dunkler Nacht

In dem Szenario „Ein Licht in dunkler Nacht“ wird den Abenteurern die Möglichkeit geboten an einem Wintersonnenwendfest, in einem selenischen Dorf am nördlichen Rand des Kaiserreichs, teilzunehmen.
Während des Festes können die Abenteurer die Bewohner des Dorfes näher kennenlernen und verschiedenen Spielen und Videospiele mit dem besten Schreibtisch aus dieser kompletten Liste hier(complete guide here), Tänzen und dem Essen beiwohnen. Die Dorfbewohner feiern die ganze Nacht hindurch, um die Furcht vor der längsten Nacht zu bekämpfen und tragen mit kleinen Lampen und Zaubern das letzte Licht des alten Tages in den neuen hinein.
In der Nacht treffen die Abenteurer auf „die Heimsuchung“, einen weiteren Brauch des Wintersonnenwendfestes. Entstanden aus den in früheren Zeiten durchaus realen Bedrohungen durch andersweltliche Kreaturen, symbolisiert die Heimsuchung das, wovor man sich nachts fürchtet. Die Unholde heulen, zischen, grollen und spielen den ein oder anderen Streich. Denn es gilt eine stillschweigende Vereinbarung: Was in dieser Nacht geschieht und nicht die Grenzen eines Streichs überschreitet, wird am nächsten Tag „den Feen“ zugeschoben.
Doch in dieser Nacht gibt es einen gefährlichen Übergriff auf einen Bauern und die Abenteurer werden zu den Aufklärern dieses Angriffes.

KaiserreichSelenia
Dieses offizielle Szenario (zu finden unter: http://splittermond.de/bibliothek/downloads/) habe ich für einen kurzen Splittermond-Einschub in meinem Silvesterurlaub, den ich mit meiner PnP-Runde verbrachte, genutzt.
Anfangs stand ich den recht knapp gehaltenen Beschreibungen und fehlenden Fertigkeitsproben skeptisch gegenüber. In meiner Vorbereitungsphase merkte ich jedoch, dass die enthaltenen Ausführungen und Beschreibungen vollkommen ausreichend sind und meiner Fantasie genügend Denkanstöße für ein belebtes Dorf und die Szenerie boten.
Nachdem sich in meinem Kopf die Umgebung der Abenteurer immer mehr zusammensetzte, ließen sich auch die Fertigkeitsproben und Schwierigkeiten einfach und intuitiv festlegen. Nur bei der Bestimmung des Verletzungsgrads von Bauer Aleno kam ich kurz ins Stolpern. An dieser Stelle hätte ich eine Angabe hilfreich gefunden.
Das heraussuchen einiger selenischer Namen, „Partyspielchen“ und stimmiger Musik beendete meine Vorbereitungen.

Mit vier Spielern (Zwerg als Priester der Kashrok – Archetyp; Mensch als Protector – Archetyp; Gnom als Heiler; Mensch als magischer Unterhändler) startete ich in dieses winterliche Szenario. Die offene Gestaltung, welche mir zu Anfang noch schwer im Magen lag, gefiel mir im Laufe des Szenarios immer besser. Ich konnte den Abenteurern zugeschnittenes Rollenspiel bieten und die Abenteurer selbst konnten ihre eigenen Ideen umsetzen.

Dann kamen wir zu der Schlüsselszene: Der Aufklärung des Übergriffes auf Bauer Aleno.
Und zu einem Punkt, zu dem ich mir bei der Vorbereitung irgendwie keine Gedanken gemacht hatte. Kennen die Abenteurer Lichtwesen? Beziehungsweise, können Sie wissen was es für ein Feenwesen ist?
Da die magische Unterhändlerin in der Arkane Kunde-Probe, mit Zuhilfenahme eines Zaubers, eine so hohe Punktzahl erzielte, entschied ich mich kurzerhand dafür und gab ihr den Hinweis auf das Feenwesen. Unser Gnom jedoch patze in diesem Wurf und wurde mit Ahnungslosigkeit gestraft ;) Daraus resultierte, dass der Gnom der Meinung war „ein besonders großes Glühwürmchen“ vor der Nase zu haben.
Schließlich gelang es den Abenteurern mit dem Wesen eine friedliche Einigung zu erzielen und es in seine Welt zurück zu geleiten. Hierzu hätte ich mir noch ein paar mehr Informationen gewünscht, da das Feenwesen auch nicht genau zu wissen scheint wie es ins Diesseits gekommen ist, geschweige denn wie es zurückkommt. Jedoch dann im Morgengrauen irgendwie in seine Domäne zurückkehrt.

Ich persönlich und so war auch die allgemeine Meinung am Spieltisch, fand das Szenario „Ein Licht in dunkler Nacht“ wirklich schön gemacht. Es ist für einen kurzweiligen Ausflug nach Lorakis sehr zu empfehlen.
Durch seine offene Gestaltung kann ich mir gut vorstellen, dass es auch in ein anderes Abenteurer eingebaut oder noch um weitere Ereignisse ausgebaut werden kann.
Wir haben gute drei Stunden mit diesem Szenario in Lorakis verbracht und dabei viel Spielspaß gehabt.

Abschließend möchte ich euch den Schlusssatz unseres Gnoms nicht vorenthalten. Denn nach dem Patzer um das Feenwesen und die ersten Vermutungen, dass die Verletzungen des Bauern von einem Varg stammen könnten, schlossen wir das Szenario mit den Worten „Jetzt müssen wir nur noch den Varg finden!“.

Keshka

2 Comments

  1. Fadenweber wrote:

    Danke für Rezi – freut mich (stellvertretend einfach mal für Stefan mit ;)), dass unser kleines Szenario Euch Spaß gemacht hat!

    Lichte Grüße,
    Lars

    Dienstag, März 3, 2015 at 22:25 | Permalink
  2. Keshka wrote:

    Spaß hatten wir wirklich und einen neuen Splittermond-Interessierten auch gewonnen :)

    Mittwoch, März 4, 2015 at 09:29 | Permalink

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